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Home Projekte 2013/14 Besuch auf dem Monte Piano
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Besuch auf dem Monte Piano
Freitag, den 06. Dezember 2013 um 15:29 Uhr


Hallo, ich bins der Monte Piano! Ich komme aus den Dolomiten, bei  Sexten. Ich bin 2324m hoch und mein Alter will ich gar nicht verraten! Ich wurde im Ersten Weltkrieg als Schlachtfeld benutzt. Aber dazu möchte ich jetzt gar nichts Weiteres berichten, ich habe euch nämlich etwas anderes Wichtiges zu erzählen. Wie ihr vielleicht schon wisst, besuchten mich am 8. Oktober  2013 die Klasse 3D und die Klasse 3C aus der Mittelschule Naturns gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Magdalena Köllemann, Steffi Abler, Brigitta Niederwanger und Claudia Prünster. Und ich habe von ein paar Schülern gehört, sie haben einen langen Weg zurückgelegt – bevor sie mein Haupt bestiegen.

Sie starteten schon um 7.30 Uhr an der Bushaltestelle in Naturns. Es war eine dreistündige Fahrt, die von einem Film begleitet wurde. Da alle hungrig waren, machten die Schüler/innen eine kleine Pause – auch um frische Luft zu schnappen. Dann ging die Fahrt weiter, eine kurvige Straße führte hinauf zum Parkplatz bei Misurina an meinem Fuß. Da ich nicht für Busse befahrbar bin, stiegen sie in die Shuttle-Jeeps um, die sie dann herauftransportierten. Es war eine kurvige und wilde Fahrt, besonders die Mädchen hörte man in ihren Jeeps meterweit kreischen.

Kaum angekommen, starteten sie schon mit vollbepackten Rucksäcken zu einer Entdeckungstour auf meinem Plateau. Die Schüler befanden sich zuerst auf der italienischen Seite. Sie betrachteten meine Denkmäler und Überbleibsel aus dem Großen Krieg. Eine Lehrperson, ich glaube, man nannte sie Frau Köllemann, erzählte ihnen wie die Soldaten auf mir lebten – wie sie überlebten. Die Exkursionsgruppe wanderte von Stellung zu Stellung und erreichte bald das Kreuz der Cima Sud, wo sie Erinnerungsfotos schossen.
Wie ihr darauf erkennt, war das Wetter nicht besonders schön, deshalb trugen fast alle Mützen, Schals und Winterjacken. Sie haben das Wetter im Gebirge von ihrer rauen Seite kennen gelernt – ein bisschen haben sie sich so vielleicht in die Soldaten hineinfühlen können, die auf meinem Haupt so oft frieren mussten.
Nach den Erinnerungsfotos wanderte die Gruppe noch ein Stück weiter, passierte Relikte aus dem Ersten Weltkrieg und erreichte dann die österreichischen Stellungen. Hier -  an einer Glocke – legte sie eine Mittagspause ein, anschließend war für die Mutigen ein Extraprogramm geplant. Sie durften einen meiner Stollen betreten. Da ich mich dort selbst genauestens auskenne, kann ich euch alles bis ins Detail schildern: Es ist kalt, dunkel, eng, feucht und man muss sich bücken, um nicht mit dem Kopf anzustoßen. Die Soldaten haben diese langen Tunnel in die Erde gegraben um die gegnerischen Stellungen zu erreichen und sie gegeben falls in die Luft zu sprengen. Dazu ist es aber nie gekommen – Gott sei Dank! Ein Teil meines Hauptes hätte in diesem Fall daran glauben müssen! Außerdem haben die Soldaten dort gewohnt, sich vor feindlichen Angriffen geschützt und sich im Winter aufgewärmt. Ich bin mir sicher, keiner der Schüler und Schülerinnen hätte mit ihnen tauschen wollen!

Nach diesem Abenteuer wanderte die Gruppe wieder zurück zum Ausgangspunkt, dem Rifugio Bosi. Hier wurden sie von den Jeeps abgeholt und bergab ins Tal gebracht. Schade, dass sie nicht die Zeit hatten länger zu bleiben. Ich hätte ihnen noch vieles zeigen können! Ich weiß aber, dass sie anschließend noch den Kriegerfriedhof in Nasswand besucht haben. Da ich eine gute Sicht dorthin habe, konnte ich das genau beobachten! Nach diesem anstrengenden aber auch interessanten Tag ging es für die Schüler und Schülerinnen wieder nach Hause. Ich sah den Reisebus so gegen 17.00 Uhr die kurvige Straße Tal auswärts fahren. Ich bin mir sicher, der Ausflug war sehr lehrreich und ich hoffe auch ein bisschen spaßig. Auf jeden Fall würde ich mich freuen jemanden aus der Gruppe wieder auf mein Haupt begleiten zu dürfen!
Ciao, ciao
Euer Monte Piano J
Katharina Österreicher, Sylvia Unterweger, Hannah Elsler, Selina Oberhofer (3D)





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